Den Plänen für den Bau von Flüchtlingsgroßunterkünften in Hamburg setzt die IFI nun Bürgerbegehren entgegen. Trotz laufender Gespräche mit den Regierungsfraktionen SPD und Grüne sagt  Klaus Schomacker, Sprecher des Dachverbandes: „Wir begrüßen ausdrücklich die Gesprächsbereitschaft und die angenehme Atmosphäre in den bisherigen Gesprächen mit den Regierungsfraktionen. Aber leider wird trotz des großen Erfolges unserer Volksinitiative ununterbrochen an vielen Unterkünften gebaut. Das finden wir nicht angemessen und nicht fair.“

Im Rahmen der Volksinitiative „Hamburg für gute Integration“ wurden in der Zeit vom 26.2. bis 2.3.2016 über 26.000 Unterschriften gesammelt, um sich beim Senat in Sachen Flüchtlingsunterkünfte Gehör zu verschaffen. Diese Volksinitiative bewirkte allerdings keinen Aufschub der Bauarbeiten an den Großunterkünften. Nun also der Weg über die Bürgerbegehren.

„Wenn der Senat einen möglichen Volksentscheid verhindern will und bereit dazu ist, gemeinsam nach Lösungen zu suchen, dann sollte dies jetzt geschehen. Die Situation ist nicht alternativlos und die Großunterkünfte, die nun trotzdem gebaut werden sollen, werden von großen Teilen der Hamburger Bevölkerung abgelehnt. Der deutlich zurückgegangene Zustrom an Flüchtlingen gibt uns jetzt die notwendige Luft für das Moratorium und die Verhandlungen.“, so Klaus Schomacker.

Der nächste Schritt muss nun vom Senat gemacht werden. Bis Ende August ist noch Zeit sich für die Übernahme der IFI-Anliegen zu entscheiden, andernfalls kann sich die Initiative für ein Volksbegehren entscheiden.