Nach den Eskalationen im Streit um den Bau der Flüchtlingsunterkunft im Björnsonweg, Blankenese melden sich nun Befürworter des Baus zu Wort. „Unser Ziel ist es, ein Zeichen zu setzen, dass es ein Blankenese gibt, das nicht den Vorurteilen entspricht, die derzeit wieder über uns ausgeschüttet werden“ sagt Pastor Klaus-Georg Poehls vom Runden Tisch Blankenese. Er bezieht sich damit auf die lautstarken Protestrufe und Vorurteile aus Medien und Internet, die die Blockade der Fällarbeiten für den Unterkunftbau nach sich zogen. Anwohner und Gegner des Baus hatten in der vergangenen Woche die Zufahrt zum Björnsonweg mit Autos zugestellt, sodass notwendige Fällarbeiten nicht stattfinden konnten.
Poehls sagt weiter: „Es gibt in Blankenese viele Menschen, die sich schon lange für Flüchtlinge engagieren.“ So setze sich der Runde Tisch, der derzeit aus einem festen Team von 20 Personen und weit über 100 Ehrenamtlichen bestehe, bereits seit 1993 für geflüchtete Menschen ein. Die Meinung zur Flüchtlingsunterbringung: „Kirchengemeinde und Runder Tisch werden ihren Teil dazu beitragen, dass die Geflüchteten sich willkommen fühlen, Blankenese und seine Bewohner kennenlernen und dass eine gute Nachbarschaft entsteht.“
Der Runde Tisch Blankenese organisiert nun für Donnerstag eine Demonstration der Baubefürworter. Die Organisatoren rechnen mit bis zu 200 Teilnehmern, die sich um 18 Uhr am Blankeneser Marktplatz treffen.